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offener wettbewerb 2005

stadtvillen - „begrünte urbanität“ in einem umfeld von gewerbebetrieben, geschoßwohnbauten und vereinzelten ein- und zweifamilienhäusern. neue wohnhäuser in einer heterogenen umgebung mit parametern des städtischen ebenso wie dem des nutzbaren grünraumes. die stadtvilla wird als haustyp vollkommen neu interpretiert. die gebäude stehen gewissermaßen als unikat da: kubische, äußerst kompakt organisierte baukörper, die zentral erschlossen und in jeder hinsicht sehr ökonomisch sind –  nicht nur was die baukosten betrifft, sondern vor allem auch im hinblick auf die betriebskosten. städtebaulich reagieren die stadtvillen nur bedingt auf das konkrete umfeld, aber wenn man den stadtteil betrachtet, welcher sich heterogen, ungeordnet, unmaßstäblich präsentiert –, dann ist dieser haustyp robust genug, trotz widriger umstände eine starke, eigenständige präsenz zu behaupten.

durch die planung der insgesamt 46 wohnungen in nur zwei kompakten gebäuden konnten die aussenräume trotz der hohen baudichte und des geringen grundanteils optimiert werden. das aussenraumkonzept orientiert sich an städtischen verhältnissen und stellt den rahmen für das öffentliche leben innerhalb der wohnanlage her. die besonnungssituation für die

 



neuen stadtvillen und die umgebenden wohnhäuser wird noch durch die abtreppung der baukörper nach osten hin verbessert. ein bauplatz für eine weitere bebauung wird im süden des grundstücks freigehalten. der gestus des bauwerkes – die dynamik hin zum park, weg von den umgebenden gebäuden – symolisiert ganz klar den entwurfsgedanken des „wohnens am park“. der prakitsche nutzen dieser gebäudeform liegt in der hohen qualität der aussenbezüge der wohnungen. aussenbezüge auf jeder seite der stadtvilla mit anderer ausformung als reaktion auf die umgebung - öffnung und ausblick nach westen zum park, introvertiert mit lochfassade an den seiten und bezug nach oben mit dachterrassen auf der abstufung im osten.

wichtig für das wohngefühl und die identifikation der bewohner mit ihren wohnungen ist der bezug zum park - das „wohnen am park“. deshalb liegen die hauseingänge an der westseite mit direktem   zugang vom park. diese erschließung hält überdies die innenhöfe frei von halböffentlichen verkehrsflächen.

über das eingangsfoyer erreicht man das stiegenhaus mit vertikalen blickverbindungen und natürlicher belichtung über  transluzente loggiennischen an der südfassade. die wohnungen sind zentral an das treppenhaus angedockt, daran anschließend die

 

 


 

nebenräume mit installationsschächten. an diesen massiv ausgeführtem kern schließen die wohnräume ringförmig an. alle wohnungen verfügen über freiflächen - wahlweise terrassen, loggien oder dachgärten. die terrassen auf den obersten beiden ebenen der hügeligen dachlandschaft sind gemeinschaftlich nutzbar. unterirdisch sind beide wohnhäuser über die tiefgarage verbunden.

die außenflächen der seitlichen scheiben und der verbindenden „bügel“ werden mit alucopond, reynobond oder ähnlichen fassadenplatten verkleidet. ein heller farbton mit leichtem glanz trägt zum ruhigen erscheinungsbild der villen bei und verbessert die belichtungssituation für die wohnungen.


durch die stellung der baukörper wirkt der grünraum des hans-lechner-parks bis in die wohnanlage. zusammenhängende grünflächen umgeben die beiden häuser - zum teil allgemein nutzbar (wiesen, wirtschaftsbereich, kinderspielplatz) zum teil nicht begehbar, als abstandsflächen vor den erdgeschoßwohnungen. auf private gärten im innenbereich wird im hinblick auf eine einheitliche großzügige grünraumgestalung verzichtet. dafür werden auf den dächern terrassen mit optimaler aussicht und besonnung für alle bewohner angeboten.