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archipelago

archipelago
geladener wettbewerb 2006
2.preis

die eigentliche identität verdankt der stadtteil linz-oed seiner charakteristischen quartierstruktur. der entwurf eröffnet eine perspektive, die versucht, der eigenheit des quartiers gerecht zu werden. dies mit dem ziel typologische aussagen zu ortsbild und städtebau schlüssig zu formulieren.

verweben von stadt und landschaft um neue muster von urbanität an der peripherie zu formen. stadtlandschaft im wahrsten sinne des wortes wird geschaffen - ein ensemble, dessen layout, seines hohen freiflächenanteils wegen, ein wenig an den städtebau der sechziger jahre erinnert, und auf überzeugende weise verdeutlicht, dass die fortschreibung dieser typologien im vorstädtischen kontext großes entwicklungspotential birgt.

die gesellschaftsentwicklung, mitten im demografischen umbruch, fordert neue wohnformen und -gemeinschaften. archipelago ist nicht ausschließlich auf das familiäre dasein am stadtrand, sondern auf ein, dem heutigen lebensstil entsprechendes urbanes wohnen ausgerichtet. das projekt setzt dabei auf vielfalt, flexibilität und entwicklungsmöglichkeiten.



es bewältigt die neuen anforderungen bezüglich des massstabs, der infrastrukturellen vernetzungen und der divergierenden interressensansprüche. die fokussierung auf den mehrwert grünraum“ d.h. die entwicklung eines attraktiven freiraumkonzept für die neue siedlung ist ein wichtiger aspekt, um die tauglichkeit des städtebaulichen konzepts zu gewährleisten. das "versorgtsein" am wohnort mit zeitgemäßem wohnraum und einem vielfältigen grünraumangebot - schafft identifikation und ist garant dafür, dass die anrainerInnen ihr umfeld beleben und auch darauf schauen - im doppelten sinn des wortes.

archipelago ist eine autofreie "siedlung der kurzen wege" - wohninseln umspült von stadtlandschaft unterschiedlichster nutzungsqualität. die höhenmäßige staffelung der freiflächen erlaubt darüberhinaus eine konfliktfreie und intensive nutzung aller freiräume - vom privaten garten bis zu den spiel- und sportflächen.

die siedlung besteht aus 3  jeweils paarförmig angeordneten wohnhäusern, den nachbarschaften

mit einer offenen mitte, dem „grünen salon“ als halböffentlichen, freiraum.

 


 

hier begegnet man seinen nachbarn, hier spielen die kinder, hier kann gefeiert werden. das freiraumsystem folgt einer hierarchie von öffentlichkeiten - privat, halböffentlich, öffentlich mit klaren baulichen und räumlichen abgrenzungen. von der erhöhten ebene des nachbarschaftlichen innenhofes, erreicht man über rampen die allgemeinen aussenanlagen. das differenzierte freiflächenangebot reicht vom lauten sportplatz bis zu ruhigen intimen gartenlauben und bietet attraktive aufenthaltsmöglichkeiten für alle bewohnerInnen

die „aufgerissenen“ einschnitte beschränkt. fensteröffnungen in deraussenfassade verschwimmen hinter dem metallvorhang, welcher gleichzeitig als beschattungselement dient. blechbänder bilden den linienraster - die „kraftlinien“ auf der fassade.

 

die hinterleuchtung dieser bänder mit energiesparenden led-lichtleisten ermöglicht variable bespielungen der fassade von leichtem schimmern bis zu dynamischen effekten. dieser art erhält der sience center auch bei dunkelheit die nötige präsenz und ein unverwechselbares erscheinungsbild.